Die CSISOP um den Zauberkünstler und knallharten Skeptiker James Randi hat schon im Jahre 1996 eine Belohnung in Höhe von einer Million Dollar ausgesetzt für den Beweis eines paranormalen Phänomens bzw. einer paranormalen Fähigkeit.
Selbstverständlich wird es so sein, dass die Testmethoden, mit der die CSISOP vorgeht bei einem Bewerber um die Belohnung, extrem hart sind, schließlich steht als Motivation von James Randi der Versuch im Raum, eben die Nichtexistenz angeblich übersinnlicher Fähigkeiten zu beweisen.
Der CSISOP wird immer wieder vorgeworfen, dass diese also eigentlich gar kein Interesse hat, eine möglicherweise echte Begabung zu akzeptieren, will diese Organisation doch sicherlich das ausgeschriebene Geld lieber behalten als dieses irgendwann mal auszahlen zu müssen...?! Doch man kann sicher davon ausgehen, dass eine solch hohe Summe einen potentiellen Bewerber durchaus dazu animieren sollte, seine angeblichen Fähigkeiten auch unter den schwierigsten Testmethoden unter Beweis stellen zu wollen.
Denn irgendwann kann auch die CSISOP nicht umhin, zu akzeptieren, dass eine Fähigkeit vorhanden ist, auch wenn dazu eine ungeahnte Anzahl von Tests nötig ist?! ...solange diese nur in ihrer Mehrheit FÜR einen Bewerber sprechen!
Doch offensichtlich war bisher noch niemand in der Lage, eine solche Fähigkeit unter Beweis zu stellen?! Kann man dies als Argument also dafür gelten lassen, dass sogenannte paranormale Fähigkeiten NICHT existieren?
Nun halten die Kritiker der CSISOP unter anderem auch das Argument entgegen, echte paranormale Fähigkeiten würden zeitweise schwinden, wenn allzu kritische Gemüter anwesend wären. Manchmal heißt es gar, unter Anwesenheit von Nichtgläubigen würde jede Form von paranormaler Begabung gänzlich ausgesetzt? Mit derartiger Argumentation kommen selbst die Stars der Szene wie etwa Uri Geller, wenn dieser im Publikum einen kritischen Mitarbeiter von CSISOP erkennt, der die nötige Kompetenz besitzt, dem israelischen Mentalmagier genauestens auf die Finger zu schauen.
Und wie ist es mit angeblichen Spukerscheinungen, Gespenstern, Poltergeistern etc...?
Seltsamerweise kursiert auch bei solchen Phänomenen die Überzeugung, diese würden alles dran setzen, sich nicht nachweisen lassen zu wollen?! Ein Argument, das nur sehr schwer nachzuvollziehen ist. Denn man muss sich ja grundsätzlich mal vorab fragen, wo die Beweggründe für einen angeblichen Geist / Spuk etc... liegen könnten? Besitzt ein solches Phänomen einen eigenen Willen? Ein Bewusstsein? Liegt der Grund für dessen Aktivitäten eventuell nicht genau darin, von den Lebenden beachtet werden zu wollen? - Aus welchen Gründen auch immer?!
Und welche Logik steckt dann dahinter, dass der Geist / Spuk etc. sich bewusst weigern sollte, auf Tonband, Video oder sonst einem Datenträger festgehalten zu werden? Ganz abgesehen davon, dass die Todesdaten der meisten später bekannten Geister und Spukerscheinungen (weiße Frauen etwa) lange vor der Zeit lagen, in der den Menschen Fotoapparate, Filmkameras oder Tonbandgeräte geläufig sind.
Nun kann man aufgrund des aktuellen Sachstandes in dieser Thematik viel spekulieren, man kann auch fabulieren - und niemand, auch kein noch so kritischer und rein logisch argumentierender Sachverstand kann einem die eigenen Überzeugungen nehmen. Denn der Clou an der Materie ist ja, dass bisher zwar noch kein felsenfester Beweis FÜR die Existenz paranormaler Phänomene erbracht wurde, dass aber auch kein Beweis GEGEN die mögliche Existenz solcher Dinge geliefert wurde. Hier könnten die überzeugten Skeptiker nun zumindest mit statistischen Werten kommen, nämlich damit, dass wenn bisher noch kein Beweis für die Existenz von Geistern und Gespenstern erbracht wurde, die Wahrscheinlichkeit schon ziemlich hoch sein dürfte, dass auch zukünftig nichts dafür sprechen würde?! Dem können die Gläubigen nur entgegen halten, dass es zahlreiche Augenzeugenberichte gibt und dass man diesen Augenzeugen nicht grundsätzlich deren Glaubwürdigkeit pauschal absprechen dürfte.
Die Problematik der Beweiserbringung
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Problematik