Grundsätzliche Fragen zu Anomalistik und Parapsychologie
... und über das Engagement semiprofessioneller Amateurprojekte.
Parapsychologie und Anomalistik gelten zu Unrecht als "Pseudo"-Wissenschaften, doch diese Geringschätzung durch unsere Hochschulen und Universitäten trägt täglich dazu bei, dass "seriöse" Forscher, die sich ernsthaft mit dieser Materie auseinander zu setzen wagen, damit ihre eigene Reputation riskieren und sich stattdessen ins "wissenschaftliche Abseits" stellen. Doch wo beginnt wahrer Forscherdrang - und wo wird er ausgebremst, nur um irgendwelche dogmatischen Grenzen nicht zu überschreiten? Kann man denn zwingend schlussfolgern, dass Phänomene, die nicht in beliebig wiederholbaren Experimenten zu immer gleichen Ergebnissen führen, keinen Anspruch erheben dürfen auf mögliche "Beweiskraft", zumindest aber eine reelle Existenzberechtigung haben als (wenn auch umstrittener) Seitenzweig der Wissenschaft?!
Gibt es ein "Jenseits"? Gibt es eine Welt "jenseits der Grenzen des biologischen Lebens"? Ohne echten "Beweis" wird die Schulwissenschaft so etwas sicher niemals akzeptieren können?!
Ein echter Beweis jedoch wird alleine schon darum vermutlich nicht zu erbringen sein, weil die begrenzten Möglichkeiten des Menschen bisher noch keine Möglichkeit erbrachten, "hinter die letzte Grenze" zu blicken?! Wir sind weder technisch noch arbeitstheoretisch dazu in der Lage, mit Beweiskraft zu eruieren, was nach dem biologischen Tod des Menschen geschieht? Wir wissen nicht, ob der Mensch eine "Seele" als real existierendes Objekt besitzt oder ob wir dem individuellen Charakter eines Menschen nur zu leichtfertig eine "überirdische Präsenz" zuschreiben, weil wir uns nicht vorzustellen wagen, dass dieser Charakter in allen seinen einzelspezifischen Nuancen nach unserem Tod unwiederbringlich verloren sein soll?!
Physikalisch vorhandene "Energie" geht angeblich nicht verloren. Nur - wenn dem wirklich so ist, wohin entschwindet dann die Lebensenergie biologischer Lebensformen nach deren Ableben?
Verliert der menschliche Körper im Augenblick des Todes wirklich geschätzte 21 Gramm? Und ist dies einfach nur das Gewicht der letztmalig ausgestoßenen Atemluft oder etwa tatsächlich das Gewicht dessen, was wir gerne als "Seele" bezeichnen?
Sind die "Tunnelerlebnisse" von Reanimierten wirklich nur ein Produkt neurochemischer Natur und zeigen auf, dass das Gehirn sozusagen "in sich zusammen fällt" oder sind diese "Tunnel" tatsächlich der Weg ins Jenseits, den ein reales "Objekt" namens Seele nehmen muss, um in eine andere Bewusstseinssphäre zu gelangen?
Wir wissen letztlich nichts. Wir können nur immer wieder staunend den Erlebnisberichten derer lauschen, die meinen, selbst mal auf diesem Weg gewesen zu sein, bis sie wieder in dieses Leben zurück geholt wurden.
Von hier aus ist es zwangsläufig nicht mehr weit zu dem, was wir "Glaube" nennen. Wir schaffen uns Götter und Religionen, die uns in eine Welt führen, die "besser ist als diese"!
Doch was, wenn diese Geschichten tatsächlich mehr sein sollten als nur "Durchhalteparolen" für die Sterbenden, um diesen den Sterbevorgang ansich dadurch zu erleichtern, "auf der anderen Seite" die Belohnungen für die Strapazen dieses Lebens versprochen zu bekommen?!
Was, wenn es tatsächlich eine Welt jenseits unser physikalisch Wahrnehmbaren gibt? Wenn es eine Welt gibt, die wir "andere Dimension" nennen können, "Parallelwelt", "höhere Bewusstseinssphäre" oder eben einfach nur das "Jenseits"? Je nachdem, wie stark wir tendieren in Richtung Wissenschaft, Religion oder Esoterik?!
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